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Abnehmen und fit bleiben mit Bitterstoffen

Unsere dominierende Geschmacksrichtung ist süss. Dabei sollten wir dringend die Bitterstoffe wieder in unseren Menüplan holen. Denn sie sind nicht nur gesund, sondern helfen auch beim Abnehmen.
Abnehmen und fit bleiben mit Bitterstoffen
Nur nicht verbittern: Nahrungsmittel mit Bitterstoffen sind wahre Schlankmacher.

Kinder verziehen bei bitteren Lebensmitteln das Gesicht – aus gutem Grund, denn der Mensch assoziiert evolutionär «bitter» mit «giftig». Erwachsene tun sich mit dieser Geschmacksrichtung allerdings auch schwer, dies vor allem, weil wir viel zu viele Süssstoffe konsumieren und sich unser Geschmacksempfinden stark verändert hat.

Dabei sollten wir Löwenzahn, Artischocke, Radicchio und andere bittere Nahrungsmittel schleunigst regelmässig zu uns nehmen. Denn Bitterstoffe sind regelrechte Stoffwechsel-Booster und tonisieren den gesamtem Magen-Darm-Trakt. Sie regen die Verdauung an, vermindern Blähungen und Völlegefühl und wirken blutreinigend. Zudem wird die Entgiftungsfunktion der Leber gefördert, die Durchblutung der Verdauungsorgane angeregt und erst noch die Lust auf Süsses gedämpft.

Schon die Römer wussten um die medizinische Wirksamkeit von Bitterstoffen, und auch in der chinesischen und ayurvedischen Medizin wurden und werden sie zur Heilung eingesetzt. Paracelsus, einer der wichtigsten Vorreiter der heutigen Naturmedizin, benutzte Bitterstoffe zur inneren Reinigung des Körpers. Inzwischen wurden die meisten Bitterpflanzen wissenschaftlich untersucht und deren Heilwirkung offiziell anerkannt.

Die wichtigsten Bitterpflanzen im Überblick:

Löwenzahn

Löwenzahn wirkt verdauungsfördernd, bindegewebestärkend und harntreibend. Im Frühling und Sommer kann man die frischen Blätter als Salat essen, ansonsten als Tee geniessen.

Schafgarbe

Schafgarbe ist reich an Flavoniden und Kalium. Wirkt entblähend, verdauungsfördernd und gegen PMS-Beschwerden. Als Tee geniessen.

Enzian

Enzian ist eine der bittersten Pflanzen überhaupt. Regt den Magensaft- und Gallefluss an, fördert die Verdauung, wirkt antimikrobiell und immunstimulierend.

Pfefferminze

Pfefferminze gilt als entzündungshemmend, galletreibend und krampflösend. Hilft bei Durchfall, Blähungen, Gallenbeschwerden und Übelkeit. Ist nicht so reich an Bitterstoffen wie andere Kräuter, dafür sehr angenehm zum Einnehmen.

Mariendistel

Der in der Mariendistel enthaltene Wirkstoff Silymarin fängt freie Radikale ab, die bei der Entgiftung der Leber anfallen und schont somit die Zellwände. Fördert die Regeneration der Leber.

Literatur zum Thema

«Die Bitterstoff-Revolution – Natürliche Vorsorge und sanfte Heilung über den Darm», Hannelore Fischer-Reska

«Gut, besser, bitter! Bitterstoffe – die geheimen Energiespender», Andreas Hammering

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