Wertgutachten beim Immobilienkauf

Immobilienbewertung (Schatzung): Was ist mein Haus wert?

Für die Mehrzahl der Menschen ist der Kauf einer Immobilie die mit Abstand grösste Investition in ihrem Leben. Aber nur eine kleine Minderheit hat Kontakt zum Baugewerbe und besitzt die Kenntnisse, die notwendig sind, um den Zustand einer Immobilie ausreichend beurteilen zu können. Darauf zu vertrauen, dass der Verkäufer mögliche Mängel erwähnt oder man selbst diese bei der Besichtigung findet, ist fahrlässig. Der Grund dafür: Die Liste der möglichen Probleme kann lang sein. Angefangen von maroden Dächern über undichtes Mauerwerk und feuchte Keller bis hin zu einer schlechten Heizungsanlage ist alles denkbar.
Immobilienbewertung
Wie viel ist Ihre Immobilie wert? Mit einer professionellen Schatzung erfahren Sie es.

Insbesondere bei Neubauvorhaben und empfiehlt es sich, zusätzlich zur Gebäudesubstanz auch den Boden und die Bodenbeschaffenheit einer Prüfung zu unterziehen. Damit ersparen sich Bauherren unliebsame Überraschungen und eine Kostenexplosion während des Rohbaus, wenn bspw. die Kellerwände wegen wasserführender Schichten aufwändig isoliert werden müssen. Wer sich für den Erwerb einer Immobilie entscheidet, der sollte aus diesem Grund immer vorab ein Wertgutachten durch einen vereidigten Wertgutachter vornehmen lassen.

Immer erst an ein Wertgutachten beim Kauf einer Immobilie denken

Nach langem Suchen ist es endlich gefunden, das Haus von dem alle geträumt haben! Perfekte Lage, optimales Grundstück, die richtige Grösse und vor allem der Preis stimmt! Wegen des angespannten Immobilienmarktes wird der Kaufpreis in erster Linie durch die Nachfrage bestimmt. Ob der Preis der Liegenschaft aber tatsächlich dem Zustand des Gebäudes entspricht, steht auf einem anderen Blatt.

Hinzu kommt, dass der Verkäufer die Liegenschaft in seinem Sinne besonders positiv darstellen wird. Kleine oder grosse Mängel lassen sich durch geschickte Renovierung zumindest temporär vertuschen. Als Laie werden Sie diese Mängel auf den ersten Blick nicht entdecken können.

Schäden am Gebäude können vielfältig sein

Welche Schadbilder gibt es?

Eine ganze Menge.

So gehören bspw. Schäden am Dach mit zu den häufigsten Problemen bei Immobilien. Wird hier nicht richtig isoliert, können Kältebrücken entstehen, die langfristig die Bildung von Schimmel begünstigen. Enorme Folgekosten sind dann die Konsequenz. Gleiches gilt für die eingebauten Fenster und Rollläden. Auch hier kann ein unsachgemässer Einbau Schimmelbildung fördern.

Darüber hinaus sollte der Fussboden inklusive des vorhandenen Fussbodenaufbaus untersucht werden. Sind Fliesen verlegt worden, dann kann der Experte über die Fugenrisse zumindest erkennen, ob der darunterliegende Estrich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Liegt über dem Estrich aber ein anderer Bodenbelag wie Parkett oder Teppich, dann sind eventuelle Schäden nicht direkt sichtbar. Ist der Estrich gebrochen, dann bleibt als einzige Lösung nur die komplette Entfernung mit entsprechenden Mehrkosten.

Auch der Keller ist vor Unterschrift des Kaufvertrags zwingend zu überprüfen. Insbesondere das Mauerwerk muss gründlich untersucht werden, um eventuelle Probleme bei der Feuchtigkeitsisolierung zu entlarven.

Ganz besonderes Augenmerk sollten Sie beim Kauf von Immobilien auf die Heizung legen, vor allem bei Altbauten. Damit ist nicht nur das Alter der Anlage gemeint, auch der Zustand des Warmwasserbehälters, der Rohre und der Heizkörper ist wichtig. Schäden können hier sehr schnell in einen fünfstelligen Bereich steigen, wenn Sie die Heizung reparieren oder sogar eine alte, unwirtschaftliche Ölheizung ersetzen müssen.

Zudem ist das gesamte Grundstück einen Blick wert. Die oben genannten Tücken reichen alle aus, um den Wert einer Immobilie deutlich nach unten zu drücken.

Nur mit einem Baugutachten ist der Kauf eine sichere Sache

Umso erstaunlicher, dass viele Hauskäufer nicht bereit sind, einen qualifizierten Ingenieur mit einer Schätzung zu beauftragen. Mit einer Immobilienbewertung durch einen vereidigten Gutachter oder Ingenieur sind potentielle Immobilienkäufer mehrfach abgesichert.

Erstens liefert die Schätzung für das Haus den objektiven Wert. Weicht dieser massiv vom Kaufpreis ab, kann der Käufer für sich entscheiden, ob er bereit ist, den Mehrpreis zu zahlen.

Zweitens ist ein Gutachter mitverantwortlich, wenn er offensichtliche Schäden oder Pfusch am Bau übersehen hat. Das heisst, eventuelle erhebliche Mängel, die schon bei Prüfung durch den Gutachter vorhanden waren und die Einfluss auf den Kaufpreis gehabt hätten, sind durch den Gutachter zu tragen.

Darüber hinaus hilft ein Gutachten auch bei der Bereitstellung der Hypothek durch die Banken. Diese benötigt zur Ermittlung der Beleihungsgrenzen, die immer vom Verkehrswert der Immobilie abhängig sind, ein Gutachten. Liegt dieses vor, dann macht es die Finanzierung durch die Banken deutlich einfacher.

Viele denken bei einer Immobilienbewertung zunächst an Bestandsimmobilien. Tatsächlich ist die Bewertung, unabhängig ob es ein Alt- oder Neubau ist, immer sinnvoll. Auch bei modernen Häusern ist nicht garantiert, dass hier keine Schäden durch nachlässige Arbeit entstanden sind.

Daher lautet die Empfehlung für jeden, der in der Schweiz eine Immobilie erwirbt, diese vorab durch ein Gutachten genau unter die Lupe nehmen zu lassen. Nur auf diesem Weg erspart man sich viele unnötige Kosten, Ärger und schlaflose Nächte. Entsprechende Dienstleistungen bieten Ingenieure als Gutachter an. Hier bei local.ch finden Sie den richtigen Experten aus Ihrer Umgebung, um sich beim Kauf von interessanten Objekten abzusichern.

Wer kann eine Immobilienbewertung vornehmen?

Grundsätzlich sollten entsprechende Bewertungen immer durch Ingenieure oder vereidigte Gutachter vorgenommen werden. Diese sind unabhängig und garantieren somit eine objektive Arbeit. So schaffen Sie objektive Grundlagen für Kauf und Verkauf. Oftmals bieten Makler eine Bewertung kostenlos an. Solche kostenlosen Angebote sind jedoch in vielen Fällen sehr subjektiv, da Immobilienmakler nicht zuletzt in eigenem Interesse handeln.

Wie schnell ist ein Gutachten angefertigt?

Der Gutachter wird zunächst einen Termin vereinbaren und die zu prüfenden Objekte persönlich in Augenschein nehmen. In einem zweiten Schritt wird dann in schriftlicher Form ausführlich der Zustand des Hauses oder der Wohnung dokumentiert und auf Mängel hingewiesen. Jeder, der sich für eine Immobilienbewertung entscheidet, sollte sich darüber bewusst sein, dass ein Gutachten nicht am nächsten Tag fertiggestellt ist.

Was kostet die Immobilienbewertung?

Der Preis für ein Gutachten differiert nach Aufwand. So ist eine Eigentumswohnung deutlich günstiger als ein Grundstück mit mehreren Objekten. Vereidigte Gutachter unterliegen aber einer Honorarvereinbarung, die vorab besprochen werden kann. Auf diese Weise ist der Auftraggeber vor bösen Überraschungen gefeit. Die Kosten für ein Gutachten bzw. für den Gutachter sind dabei von der Steuer abzugsfähig

Warum ist eine Immobilienbewertung vom Profi sinnvoll?

In erster Linie sichert das Gutachten Käufer ab. Aber auch in Erbschaftsangelegenheiten, bei denen die Immobilie nur an eine Partei geht, die andere dafür aber ausgezahlt werden soll, ergibt die Bewertung Sinn. Die Einschaltung eines Gutachters im Erbschaftsfall sorgt somit durch Objektivität und Transparenz für Ruhe und mindert das Risiko auf einen nachträglichen Rechtsstreit.

Wo finde ich Gutachter für die Immobilienbewertung?

Seriöse Gutachter sind recht einfach zu finden. Über die Seite local.ch ist eine Suche nach Gutachtern in der Region möglich. Auf diese Weise hat der Kaufinteressent einen einfachen Überblick und kann sich dann direkt mit einem geeigneten Gutachter für die entsprechende Fachdisziplin in Verbindung setzen. Die örtliche Nähe ist auch wegen der geringen Anfahrtskosten vorteilhaft.

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