Wirklich sinnvoll?

Bei Raumgestaltung und Renovierung sind Deckenpaneele wieder gefragt!

Deckenpaneele sind längst kein alter Hut mehr bei der Innengestaltung, sondern werden in immer mehr Schweizer Haushalten wieder neu verlegt oder frisch hergerichtet. Denn Sie sollten sich von alten Paneeldecken in unmodernen dunklen Farben nicht täuschen lassen. Eine Paneelverkleidung unter der Decke oder an der Wand kann sehr dekorativ wirken und bietet ausserdem noch einige praktische Vorteile.
deckenpaneele

Welche Paneele sind besser: Holz oder Kunststoff?

Kunststoffpaneele bieten eine grössere Auswahl an Farben und Designs. Holzpaneele überzeugen dagegen besonders mit ihrer natürlichen und wärmeren Anmutung. Sie lassen sich zudem später leicht überstreichen, was bei Kunststoffpaneelen deutlich schwieriger und weniger makellos gelingt. Dafür sind Kunststoffpaneele oder MDF-Paneele mit Kunststoffbeschichtung zur Deckenverkleidung erheblich günstiger als solche aus Massivholz.

Paneele an der Decke oder Wandpaneele in Wohnräumen

Deckenpaneele oder Wandpaneele aus Holz zählten vor einigen Jahrzehnten zu den grossen Wohntrends. Mangels geeigneter moderner Werkstoffe wurden dabei Paneele aus Holz verarbeitet – überwiegend in dunklen Farbtönen und mit einer kräftigen Maserung. In vielen älteren Gebäuden oder Wohnungen hängen die Paneele bis heute.

Allerdings passen sie für die meisten Menschen nicht mehr zu einem modernen Einrichtungsstil. Sie werden als altmodisch empfunden und die dunklen grossen Flächen der Holzdecken wirken zudem unpassend bei der mittlerweile überwiegend hellen Raumgestaltung. Was können Sie mit diesen alten Paneelen machen oder gibt es sogar Sinn, Deckenpaneele wieder bewusst bei einer Renovierung einzusetzen? Denn unabhängig von Farbe, Material oder der Optik bringen Deckenpaneele und auch Paneele für Wände durch die Materialeigenschaften der Baustoffe immer einige Vorteile mit:

  • Die Paneele verbessern die Wärmedämmung eines Raumes.
  • Ausserdem geben Sie dem Raum zusätzlichen Schallschutz.
  • Paneele können Decken eine abwechslungsreichere Optik verleihen als eine einzige „nackte“ Fläche – besonders 3D-Paneele.
  • Sie sind sehr pflegeleicht und lassen sich im Gegensatz zu einer gestrichenen Decke gelegentlich einfach abwischen.
  • Gleichzeitig sind Deckenpaneele wesentlich haltbarer als ein Deckenanstrich.
  • Während Anstriche nach ein paar Jahren erneuert werden müssen, hält ein Dekorpaneel über Jahrzehnte – Holz beziehungsweise Wood dunkelt höchstens etwas nach.
  • Paneele überdecken ausserdem gut Überputzleitungen und ermöglichen auch einen einfachen Einbau von Deckenstrahlern.

So überrascht es dann kaum, dass Deckenpaneele wieder deutlich nachgefragt werden – wenn auch in ganz anderen Farben und Materialien als in der Vergangenheit.

Alte Deckenpaneele renovieren

Wer in seinem Zuhause schon eine Vertäfelung unter der Decke hängen hat, kann ihr mit einfachen Mitteln ein neues, modernen Gesicht verleihen. Besonders leicht gelingt das bei Holzpaneelen. Ein frischer Anstrich genügt. Dazu müssen Sie das Holz zunächst mindestens reinigen und dann das Wood für eine verbesserte Farbaufnahme gegebenenfalls leicht mit Schmirgelpapier etwas aufrauen. Ein Testanstrich mit der gewünschten Farbe auf einer kleinen Stelle zeigt Ihnen, ob dieser zweite Schritt wirklich notwendig ist oder die Farbe auch ohne Vorbereitung gut deckt.

Kunststoffpaneele müssen Sie nur reinigen und können Sie dann direkt überstreichen. Hier gibt es aber in der Praxis oft ein Problem: Selbst Profis wie erfahrenen Malern verlangt es einiges ab, glatte Kunststoffe auf so grossen Flächen mit einem überzeugenden Ergebnis zu überstreichen. Die Oberfläche, die sich nicht ohne optische Beeinträchtigung aufrauen lässt, bietet Farbe zu wenig Halt für einen makellosen Anstrich. Eventuell hilft eine Vorbehandlung mit Haftgrund zu einem besseren Anstrich, aber hier stellt sich dann bei Arbeits-, Material- und Zeitaufwand bereits die Frage nach der Alternative eines Komplettaustausches der Deckenpaneele.

Deckenpaneele neu verlegen

Die Auswahl an Paneelen ist inzwischen sehr gross geworden. Verschiedene Hölzer, viele Farben, Dekorpaneel mit Putz-Oberfläche, Riffeln oder Glasgewebe-Optik beschreiben die Gestaltungsmöglichkeiten nur auszugsweise. Wenn Sie Ihren Favoriten gefunden haben, gilt ein zweiter Blick der Befestigung der Paneele untereinander. Sie können hier zum klassischen System mit Nut und Feder greifen. Dann bekommen Sie für Decken- und Wandpaneele typische Übergänge mit kleinen Vertiefungen oder Fugen. Das zweite erhältliche System besitzt sogenannte Nullfugen. Hier fügen sich die Paneele wie bei einem Laminatboden praktisch lückenlos zusammen.

Die Anbringung eines Nut-Feder-Systems ist leichter, weil Sie die Paneele lediglich zusammengesteckt und mit Profilkrallen befestigt werden können. Bei einem System mit loser Feder funktioniert das nicht so einfach. Sie brauchen jeweils eine dekorgleiche Feder, gewinnen dafür aber andererseits mehr Flexibilität bei der Gestaltung, weil sie für die Verbindung einzelner Paneele nicht mehr auf die Vorgabe durch Nut und Feder beschränkt bleiben. Bevor es schliesslich mit dem Verlegen losgeht, müssen Sie sich aber noch für einen Untergrund entscheiden.

Deckenpaneele können direkt auf der Deckenfläche oder einer alten Vertäfelung angebracht werden. Gerade bei einer Betondecke erschwert sich die Renovierung merklich. Sinnvoller ist hier oder ebenso an einer Wand immer der Einbau einer Unterkonstruktion mit Latten oder Unterlattung mit Leisten. Der zusätzliche Aufwand macht sich später mit schnellerem Arbeitsfortschritt beim Verlegen schnell bezahlt. Dazu gleicht die Unterlattung auch Unebenheiten in der Decke aus und bietet zusätzlich die Option, die Decke zu dämmen oder Beleuchtungsspots einzubauen. Sie sehen bei allen Ansätzen immer: Das ist eine ganze Menge Arbeit.

Heimwerker sollten nie unterschätzen, wie anstrengend und schwierig es für Ungeübte wird, unter einer Decke zu arbeiten. Deswegen holen Sie sich besser gleich Hilfe vom Maler für einen neuen Anstrich oder von Holzbauern und Zimmerern für die Verlegung neuer Deckenpaneele. Finden Sie die richtigen Handwerker in Ihrer Nähe immer auf local.ch.

Wieso lohnt sich der Aufwand eines Einbaus von Paneelen überhaupt?

Mit Paneelen an Decken oder Wänden schaffen Sie eine ansprechende Atmosphäre. Strukturen oder Dekors der Paneelbretter wirken viel wohnlicher als eine angestrichene Fläche. Dazu zeigen sich Verkleidungen mit Paneelen wesentlich pflegeleichter und langlebiger als ein Anstrich oder eine Tapete. Ausserdem gewinnen Sie eine weitere Gestaltungsmöglichkeiten: Zum Beispiel für eine Spot-Beleuchtung.

Was kostet die Renovierung mit Deckenpaneelen?

Bei günstigen Paneelen aus beschichteten Spanplatten, Kunststoff- oder MDF-Paneelen bekommen Sie einen Quadratmeter schon für 5 CHF oder etwas weniger. Die Preise für Vertäfelungen aus Echtholz bewegen sich in der breiten Masse zwischen 10 und 30 CHF je Quadratmeter. Hinzu kommt der Arbeitslohn für die Handwerker. Gute Maler oder Zimmerer verlangen hier durchschnittlich zwischen 50 und 70 CHF pro Stunde.

Wer baut Deckenpaneele und hilft bei Innenausbau oder Renovierung?

Für eine fachgerechte Decken- oder Wandgestaltung mit Paneelen finden Sie beim örtlichen Holzbauer, Zimmerer oder Schreiner die idealen Ansprechpartner. Die versierten Handwerker zeigen Ihnen Gestaltungsmöglichkeiten, beraten Sie bei der Materialauswahl und bauen die neue Paneeldecke oder -wand mit Leisten für den Abschluss anschliessend gleich fachgerecht und zuverlässig ein. Sollen alte Paneele gestrichen werden, hilft ein Malerfachbetrieb in Ihrer Gegend.

Warum sollten Sie Decken- oder Wandpaneele vom Fachbetrieb einbauen lassen?

Der Einbau einer Paneeldecke oder ein Anstrich solcher Decken sind zwar keine schwierigen Aufgaben für versierte Heimwerker, aber sie kosten viel Zeit und Kraft. Das stundenlange Arbeiten an der Decke wird schnell zur kräftezehrenden Belastung. Häufig fehlen zudem passende Gerüste und die notwendige Erfahrung, um diese Arbeiten zu erleichtern. Fachbetriebe bringen das alles und mehr pünktlich zum vereinbarten Termin mit.

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