Nachhall und Flatterecho?

Akustikdecke - Wie viel kostet die Profilösung?

Wenn das Büro oder ein Wohnraum ungemütlich wirkt, wenn Tritte hallen und Gespräche schwierig werden, dann kann eine schlechte Raumakustik mit Nachhall und Flatterecho der Grund sein. In einem solchen Raum wird der Schall nicht absorbiert, sondern hin- und hergeworfen. Der Effekt schaukelt sich auf, der Raum ist laut. Kopfschmerzen, Stress und dadurch hervorgerufene Gesundheitsprobleme wie Schlafstörungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen können die Folge sein. Darüber hinaus ist die Kommunikation deutlich erschwert.
akustikdecke

Was kostet eine Akustikdecke?

Für die Endkosten beim Einbau von Akustikdecken sind diverse Faktoren relevant: Die Fläche und genaue Geometrie des Raums, die Wahl der Unterkonstruktion sowie Typ und Qualität der gewählten Platten sowie Zusatzwünsche wie eingebaute Lichtleisten. Erschwerende Bedingungen wie schlechte Erreichbarkeit kosten zusätzlich. Hinzu kommen Arbeits- und Anfahrtskosten. Sie sollten mit Ausgaben von 30 CHF bis 120 CHF pro Quadratmeter rechnen.

Wann werden abgehängte Decken zur Schalldämpfung sinnvoll?

Ob der Hall als störend empfunden wird, ist meist ein persönliches Empfinden. Zudem hängt das stark von der Nutzungsart ab: Während Musiker gar kein störendes Echo wünschen, ist ein leichter Hall im Keller eigentlich kein Problem. Wenn die Raumakustik stört, gilt es, das Problem möglichst effizient zu beseitigen. Die Akustik sollte durch Absorption des Schalls und damit Ausschalten von Nachhall und Flatterecho verbessert werden. Dafür eignen sich diverse Massnahmen vom Plüschteppich über Trennwände bis zum Akustiksegel.

Teppich und Vorhang gegen Nachhall

Nachhall und Flatterecho entstehen durch glatte Materialien, die den Schall reflektieren und nicht absorbieren. Beton, Fliesen, Glas und Metall sind glatte Materialien, die in Büros und modern eingerichteten Wohnräumen gerne verwendet werden. Der Effekt sind Nachhall und Flatterecho und daraus folgt eine schlechte akustische Raumsituation. Flatterecho entsteht, wenn der Nachhall zwischen zwei gegenüberliegenden Wänden hin- und herwandert und die Wände dabei soweit auseinanderstehen, dass die resultierenden Reflexionen als einzelne akustische Signale wahrgenommen werden.

Abhilfe schaffen hier schallabsorbierende Materialien. Eine erste Hilfe können Teppiche oder Läufer sein, die verlegt werden. Wandteppiche, Kissen, Couchgarnituren und andere textile Materialien schlucken eine ganze Menge Schall und können deutlich zum Schallschutz beitragen. Vorhänge oder Paravents schlucken ebenfalls Nachhall. Um das Flatterecho zu unterbinden, bieten sich Raumteiler oder offene Regale an den Wänden an. Schallschluckende Folien, unter die Tischplatten geklebt, sind eine unauffällige, aber effiziente Schallschluckmassnahme. Diese Massnahmen lassen sich ohne grosse technische Kenntnisse verwirklichen. Übrigens sind die oft gepriesenen Eierkartons zur Schalldämpfung absolut nicht zu empfehlen, schon aus Brandschutzgründen und ganz zu schweigen von der Optik.

Absorber, Akustikplatten und schallabsorbierende Fussböden

Reichen die oben genannten einfachen Massnahmen nicht aus, können Sie weitere Möglichkeiten nutzen. Sind Schrittgeräusche ein entscheidendes Problem, ist der Einbau eines schalldämmenden Bodens zu überlegen. Teppichboden ist bedeutend schalldämmender als starre Böden wie Fliesen oder zum Beispiel Laminat. Eine andere Möglichkeit sind spezielle Trittschalldämmplatten, die zusätzlich noch eine Wärmedämmung bewirken. Schallabsorber, Akustikabsorber oder Akustikplatten bestehen aus Materialien, die durch ihre spezielle Struktur akustische Energie in Wärmeenergie oder Schwingungsenergie umwandeln und damit Schall absorbieren.

Es gibt sie als Wandelemente, Deckensegel, säulenförmige Raumelemente, Trennwände und in diversen anderen Formen. Sie wirken nur dann ausreichend, wenn genügend absorbierende Fläche im Raum installiert wird. Um die Schalldämpfung optimal an die räumlichen Gegebenheiten anzupassen, müssen diese entsprechend der Raumakustik ausgewählt und positioniert werden. Über die nötigen Fachkenntnisse hierfür verfügt ein Maler, Gipser oder Isolierer.

Die Akustikdecke als Königsweg der Nachhallbekämpfung

Die professionelle, aber auch aufwändigste Lösung zur Bekämpfung des Nachhalls beziehungsweise zur Optimierung der Akustik in Ihrem Büro, Konferenzsaal oder jeder anderen Räumlichkeit ist der Einbau einer Akustikdecke. Diese wird als nicht tragendes Bauteil an der tragenden Decke befestigt, also als abgehängte Decke oder in Form von Deckenpaneelen. Die Verkleidung besteht aus Platten aus meistens gelochten, schalldämpfenden Materialien wie Mineralfaser, Gipsfaser, Holzmaterialien für Holzdecken oder Gipskarton. Die Unterkonstruktion besteht je nach Situation meistens aus Holz oder Metall. Der Zwischenraum wird gefüllt mit isolierenden Materialien wie Glaswolle oder Mineralwolle.

Schon lange sehen Akustikdecken nicht mehr einheitlich weiss mit Löchern aus – die verschiedensten Designs erfüllen alle Ansprüche an Funktionalität und ein modernes Aussehen. Die Komplexität der physikalischen Zusammenhänge der Raumakustik und des Einbaus machen jedoch die Installation durch einen Fachbetrieb empfehlenswert. Der Profi kennt die Bedürfnisse an die Akustik eines Büros genau wie eines für musikalische Zwecke genutzten Raums oder eines Wohnraums.

Beim Einbau einer Akustikdecke gibt es diverse Baubestimmungen, Feuerschutzverordnungen und bauakustische Probleme zu berücksichtigen. Daher empfiehlt es sich auf jeden Fall, einen Profi heranzuziehen wie einen Maler, einen Gipser oder einen Isolierer. Auf local.ch finden Sie eine Übersicht geeigneter Fachbetriebe in Ihrer Nähe, die Ihnen gerne ein Angebot unterbreiten.

Was ist bezüglich der Schallabsorption zu beachten?

Schall wird in einem breiten Frequenzspektrum hörbar. Verschiedene Massnahmen für den Schallschutz dämpfen unterschiedliche Frequenzen. Erst die genau austarierte Kombination erzielt die für einen speziellen Raum und speziellen Zweck gewünschte Wirkung. Hier spielt neben der Auswahl der geeigneten Schalldämmung auch die genaue Positionierung der einzelnen Schallschutzelemente in Relation zur Schallquelle und zu den reflektierenden Flächen eine Rolle.

Welche Typen von Absorbern gibt es im Angebot?

Porenabsorber bestehen aus porösem Material wie Textil oder Mineralwolle. Sie wandeln Schallenergie in Wärmeenergie um. Sie filtern vor allem höhere Töne heraus. Beispiele sind Teppiche, Vorhänge, aber auch diverse Absorberelemente. Membranabsorber wandeln die Schallenergie in Schwingungsenergie um, was vor allem die Schalldämmung tieferer Töne betrifft. Beispiel sind Gipskartonplatten. Resonanzabsorber wandeln ebenfalls tiefe Töne in Luftschwingung um. Beispiel sind perforierte Platten.

Welche Vorteile hat der Einbau durch einen Fachbetrieb noch?

Der Profi kennt sich mit den baurechtlichen Bestimmungen und den Brandschutzbestimmungen aus. Er berechnet nicht nur genau die Schallabsorption der Akustikdecken, sondern wird auch Vorschläge zur weiteren Verbesserung wie die Kombination mit anderen Schallschutzmassnahmen, den Einbau von Lichtquellen, Wärmedämmungseffekte oder unterschiedliche Designs machen können. Er verfügt über die Ausrüstung und die nötige Erfahrung für Ihr Bauprojekt.

Wer ist der Fachmann für Akustikdecken?

Beim Abhängen von Decken wie beim Einbau einer Akustikdecke oder der Installation grossflächiger Deckensegel handelt es sich um eine umfangreiche Trockenbaumassnahme. Für den Einbau von Akustikdecken sollten Sie daher einen Malerbetrieb, einen Gipser oder einen Isolierer beauftragen. Dasselbe gilt für den Einbau von Trennwänden. Geeignete Fachbetriebe in Ihrer Nähe finden Sie unter local.ch.

Warum sollte man den Einbau einer Akustikdecke einem Profi überlassen?

Nach einer eingehenden Beratung und dem Vermessen der Decke wird ein Verlegeplan erstellt und die Aufteilung der Platten bestimmt. Die Unterkonstruktion für die Montage wird mit Hilfe eines Rollgerüsts über Kopf montiert. Darauf kommen die Platten beziehungsweise Paneele, je nach Fabrikat geschraubt oder geklebt. Bei Komplettsystemen ist der Dämmstoff schon mit den Platten verbunden, sonst muss er noch eingebracht werden.

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