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Stimmt der Druck im Reifen?

Reifendruck: Wie hoch ist optimal für mein Auto?

Damit Ihr Auto sicher die Spur hält und der Verschleiss nicht zu hoch ist, muss der Luftdruck im Reifen stimmen. Welcher Reifendruck für Ihr Auto oder Motorrad gilt, können Sie in den Papieren nachlesen. Die Werte sind ausserdem an der Karosserie zu finden. Moderne Autos sind oft sogar mit einem Reifendrucksensor ausgestattet, der Ihnen anzeigt, wann Sie Luft auf die Reifen lassen sollten.
Reifendruck
In der Garage lässt sich der optimale Reifendruck einfach bestimmen – doch wie macht man es selbst?

Luftdruck und Fahrverhalten

Eine Studie des Reifenherstellers Bridgestone hat ergeben, dass über drei Viertel aller Fahrzeuge in Europa mit einem zu geringen Reifendruck unterwegs sind. Andere Statistiken zeigen ähnliche Ergebnisse und weisen ausserdem auf den Zusammenhang zwischen niedrigem Luftdruck und Verkehrsunfällen hin. Tatsächlich erhöht sich das Unfallrisiko, wenn zu wenig Luft im Fahrzeugreifen ist. Gerade bei älteren Fahrzeugen vernachlässigen viele Autofahrer den Reifenluftdruck, was sich negativ auf die Fahrsicherheit auswirkt.
Unter Berücksichtigung dieser Analysen sollten Sie regelmässig den Reifenluftdruck prüfen. Durch den schnellen Check und das Auffüllen verhindern Sie einen Druckabfall. Das ist nicht nur für die sichere Fahrt wichtig, sondern auch für den Spritverbrauch und den Reifenverschleiss.

Die Auswirkungen eines falschen Luftdrucks im Autoreifen

Wenn der Reifenluftdruck nicht stimmt, zieht dies negative Folgen nach sich. Als Autofahrer sind Sie jedoch verpflichtet, den Strassenverkehr nicht zu gefährden. Darum ist eine regelmässige Kontrolle des Reifendrucks erforderlich. Moderne Pkw verfügen inzwischen oft über ein integriertes Reifendruckkontrollsystem (RDKS). Dieses zeigt Ihnen an, wann Sie Luft auffüllen ober ablassen müssen. Wenn Sie nicht aktiv werden, kann es bald zu Problemen kommen.

  • Die Lebensdauer der Autoreifen verringert sich, wenn der Reifenluftdruck zu gering ist. Bei einem Minderdruck von 0,4 bar reduziert sich die Haltbarkeit um etwa 30 %.
  • Der Bremsweg wird länger. Bei 1 bar Minderdruck verlängert er sich auf nasser Fahrbahn um etwa 10 %, was ein grosses Sicherheitsrisiko darstellt.
  • Die Seitenkräfte der Reifen verringern sich bei abfallendem Reifendruck, sodass Sie das Fahrzeug nicht mehr sicher unter Kontrolle haben.
  • Der Kraftstoffverbrauch erhöht sich.

Für den erhöhten Kraftstoffverbrauch ist der höhere Rollwiderstand verantwortlich. Dieser bezieht sich auf die Überwindung des Gesamtwiderstands beim Fahren. Abhängig von der Reifendimension sind die Autoreifen bis zu 20 % am Rollwiderstandswert beteiligt. Ein hoher Reifenluftdruck und schmale Reifen haben den geringsten Widerstand, sodass der Spritverbrauch entsprechend niedrig ausfällt.

Hintergründe zum Reifenluftdruck

Durch einen zu geringen Reifenluftdruck können sich die Reifen ungleichmässig abnutzen. An der Lauffläche der Fahrzeugreifen kommt es zu einer verstärkten Abnutzung, sodass sich das Rillenprofil deutlich verschlechtert. Mit zu wenig Luft auf den Reifen wird die Lauffläche besonders stark abgenutzt, was sich wiederum auf die Fahrsicherheit auswirkt. Neben dem erhöhten Verschleiss steigt das Unfallrisiko an. Mit einer regelmässigen Kontrolle des Reifendrucks beugen Sie diesen Problemen rechtzeitig vor.
Die Reifenhersteller und Autoproduzenten stimmen sich wegen der Reifendimensionen und des Reifendrucks untereinander ab. Daher finden Sie die Angaben zum empfohlenen Reifendruck für Ihr Fahrzeug in der Kfz-Betriebsanleitung. Bei vielen Autos reicht ein Blick auf die Kennzeichnung am Türholm oder an der Innenseite der Tankklappe: Hier ist ebenfalls der richtige Reifenluftdruck vermerkt. Falls Sie nicht sicher sind, welche Werte richtig sind, können Sie sich beim Reifenhändler oder in der Kfz-Werkstatt informieren.
Bei der Kennzeichnung finden Sie oft mehrere Luftdruckwerte, die sich auf die Belegung des Fahrzeugs beziehen. Wenn Sie mit vier Personen und Gepäck fahren, sollte der Reifendruck höher sein als beim Fahren mit nur zwei Personen. Für Sommer- und Winterreifen gibt es im Normalfall keine unterschiedlichen Angaben, allerdings kann aufgrund der verschiedenen Reifendimensionen eine Luftdruckanpassung nötig sein.

Den Reifenluftdruck checken

Eine Luftdruckprüfung können Sie beim Reifenhändler oder in der Autogarage durchführen lassen oder sich selbst darum kümmern. Viele Tankstellen sind mit einfach bedienbaren Luftdruckgeräten ausgestattet. Spätestens bei typischen Warnsignalen wie Quietschen in den Kurven oder Problemen beim Geradeausfahren ist eine Prüfung fällig. Vor längeren Fahrtstrecken sollten sie auf jeden Fall den Reifenluftdruck prüfen.
Der von den Auto- und Reifenherstellern vorgegebene Druck gilt für kalte Reifen. Daher sollten Sie vor der Prüfung maximal 10 km fahren. Bei der Luftdruckprüfung gehen Sie folgendermassen vor:

Anleitung – Reifendruck messen

  1. Zuerst drehen Sie die Ventilkappe ab.
  2. Sie stecken den Messgerätstecker auf das Ventil. Dabei sollte das zischende Geräusch sofort aufhören. Andernfalls müssen Sie die Position des Messsteckers korrigieren.
  3. Wenn die Verbindung dicht ist und nichts mehr zischt, lesen Sie den Druck auf der Geräteanzeige ab.
  4. Mit Druck auf die Regler „Plus“ und „Minus“ geben Sie bei Bedarf Luft hinzu oder lassen etwas ab.

Diese Schritte führen Sie an allen vier Reifen durch. Abhängig von den Reifendimensionen und der Traglast kann der Reifenluftdruck für den kompletten Reifensatz gelten oder für die Vorder- und Hinterachse unterschiedlich hoch sein. Grössere Unterschiede zwischen den einzelnen Luftdruckwerten sind möglicherweise ein Warnzeichen, dass ein Reifen oder Ventil defekt ist. Bei Bedarf lassen Sie Ihre Pkw-Reifen von einem Mechaniker prüfen und bereiten einen Reifenwechsel vor.

Ihr Auto zieht beim Bremsen zur Seite oder gerät auf nasser Fahrbahn schnell ins Schlingern? Das schlechte Fahrverhalten könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Reifen nicht genug Luft hat. Führen Sie möglichst bald eine Prüfung durch und suchen Sie über local.ch einen Experten aus dem Reifenhandel oder in einer Autogarage auf.

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Die häufigsten Fragen zum Reifendruck

Was ist der richtige Reifendruck für Ihr Fahrzeug?

Den richtigen Reifenluftdruck Ihres Autos, Wohnwagens oder Motorrads finden Sie in den Fahrzeugpapieren sowie in den Tabellen der Reifenhändler. Bei dem angegebenen Wert von beispielsweise 2,3 bar handelt es sich um den Druck für kalte Reifen. Das bedeutet, dass Sie die Luftdruckprüfung nach spätestens 10 km Fahrt durchführen müssen. Der optimale Reifenluftdruck richtet sich nach den Reifendimensionen und der Fahrzeugbeladung.

Warum ist der richtige Reifendruck so wichtig?

Wenn der Reifenluftdruck um 0,5 bar abfällt, verändert sich das Fahrverhalten Ihres Pkw. Der Bremsweg wird länger und in den Kurven lässt sich der Wagen nicht mehr so gut kontrollieren. Zudem verbrauchen Sie beim Fahren mit zu niedrigem Luftdruck mehr Kraftstoff, was mit dem höheren Rollwiderstand zusammenhängt. Bei einem zu hohem Reifendruck kann ein Autoreifen sogar platzen.

Wo finde ich die richtigen Angaben zum Reifendruck?

Die Bedienungsanleitung Ihres Autos beinhaltet alle Angaben zum empfohlenen Reifenluftdruck. Ausserdem können Sie die Reifendruckwerte bei vielen Fahrzeugen am Türholm und innen im Tankdeckel ablesen, sodass Sie nicht immer in der Anleitung nachschlagen müssen. In einer Autowerkstatt oder beim Reifenhändler erhalten Sie ebenfalls die richtigen Informationen. Des Weiteren gibt es im Internet und bei den Reifenherstellern übersichtliche Tabellen.

Wie nützlich sind die modernen Reifendruckkontrollsysteme?

Neue Fahrzeuge sind mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet. Dieses RDKS gibt Ihnen bei zu hohen oder niedrigen Reifendruckwerten ein Warnsignal, sodass Sie schnell handeln können. Für die Reifendruckprüfung und die gegebenenfalls erforderliche Korrektur sind die neueren Autos oft serienmässig mit einem Pannenhilfe-Set und einem Kompressor ausgestattet. Damit können Sie die Reifen bequem vor der eigenen Garage prüfen.

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